Mennonitengemeinde Hasselbach e.V.

Postanschrift:
  Mennonitengemeinde Hasselbach
  Grundstraße 5
  74889 Sinsheim-Hasselbach


Gottesdienst

Sonntag 10 Uhr, Sinsheim-Hasselbach, Grundstr. 5


Über die Gemeinde

Schon 1596 wurden in der Gegend von Hasselbach, nämlich in Bad Rappenau-Grombach Täufer erwähnt. In der Zeit von 1648 bis 1652 wanderte eine größere Gruppe, bestehend aus 160 Täuferfamilien, aus der Schweiz in den damals durch den Dreißigjährigen Krieg entvölkerten Kraichgau. Wegen Verfolgung oder Auflagen der Obrigkeit trafen sich die Gemeindeglieder, die anfangs fast ausschließlich in der Landwirtschaft ihren Broterwerb fanden, in Wäldern oder in Häusern und Gehöften zu ihren Versammlungen.

1731 wurde die Gemeinde erstmals urkundlich erwähnt. 1846 erbaute die Gemeinde das erste und lange Zeit einzige mennonitische Gemeindehaus im Kraichgau. Um den heutigen Ansprüchen zu genügen, wurde in den 1970er Jahren ein Anbau mit Gruppenräumen, Küche etc. errichtet.

Noch vor 100 Jahren zählte die Gemeinde ca. 160 Glieder, die sich allerdings über die ganze Umgebung, vielfach auf einzelnen Höfen, verteilten. Heute gehören zur Gemeinde Hasselbach etwa 45 Personen.

Die Gemeinde trifft sich jeden Sonntagvormittag zu Predigtgottesdienst, Bibelgespräch oder Sing- und  Themengottesdiensten. Parallel zum Gottesdienst werden die Kinder betreut. Die meisten Mitglieder unserer Gemeinde, jung und alt, engagieren sich in der Mitarbeit,  sowohl im Gottesdienst als auch bei anderen Veranstaltungen. Mit einer Unterbrechung in den Jahren 1991 bis 1998 hatte die Gemeinde keine angestellten Prediger. Gerne hätten wir wieder einen halbzeitig angestellten Mitarbeiter, jedoch gestaltet sich die Suche nicht einfach.

Zur Zeit wird die Gemeindearbeit von einem allen Mitgliedern offenen Mitarbeiterkreis und dem aus vier gewählten Personen - 2 Frauen und 2 Männer - bestehenden Leitungskreis ehrenamtlich geleistet. 

Unter der Woche treffen sich Hauskreise, ein Gesprächskreis junger Erwachsener und monatlich der Seniorenkreis. In unregelmäßigen Abständen veranstaltet die Jugend z. B. ein abendliches Filmcafe. Ab und zu wird ein Jungscharnachmittag gestaltet.

Die Kinder- und Jugendarbeit, die  immer ein wichtiges Betätigungsfeld der Gemeinde war – unter anderem waren dafür auch Praktikanten angestellt – musste im letzten Jahr aus Mitarbeitermangel sehr zurückgefahren werden. Die Jugendlichen aus der Gemeinde ziehen fast alle wegen ihrer Ausbildung weg und sind momentan nicht anderweitig zu ersetzen. Wir hoffen aber, dass das nur ein zeitweiliges Problem bleibt.

Die Gemeinde hat viele kreative Kräfte und probiert gerne Neues aus. So beispielsweise meditative Abendgottesdienste oder Abende mit biblischen Tänzen. Auch Seminartage zu Themen oder z.B. für Adventsdekorationen kommen in der Gemeinde und ihrem Umfeld gut an. Regelmäßig können wir dazu Gäste der Gemeinde begrüßen.

Ein Höhepunkt im Gemeindeleben ist die alljährlich stattfindende Bibelwoche, die sich über drei benachbarte Dörfer erstreckt. Evangelische, katholische und mennonitische Christen feiern Gemeinschaft und beschäftigen sich mit Gottes Wort.

Das schafft auch eine gute Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern der verschiedenen Kirchen und Gemeinden am Ort, über die wir uns sehr freuen. Mittelpunkt der Gemeinde ist aber immer noch der Gottesdienst, in dem wir Zurüstung von Gott erfahren und dadurch gestärkt unseren Alltag bewältigen können als Gläubige, die bemüht sind, Gottes Reich auf Erden zu leben und auszubreiten und andere Menschen dadurch anzusprechen.

Hans-Eckard Bucher, Jahrgang 1955, landwirtschaftlicher Berater

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