Mennonitengemeinde - Evangelische Freikirche Bad Friedrichshall-Kochendorf e.V.

Gesprächsgottesdienst
Gesprächsgottesdienst

Postanschrift:
  Hannes Fellmann
  Breitenau
  74245 Löwenstein

  Tel. 07130 / 1316
  e-Mail: h.m.fellman(at)web.de
  Web: www.mennoniten-kochendorf.de


Gottesdienst

Sonntag 9:30 Uhr Mennonitisches Gemeindehaus
Bachstr. 14d, 74177 Bad Friedrichshall-Kochendorf


Über die Gemeinde

Das ist mit 20 Jahren eine recht junge Gemeinde, gemessen an den 150 Jahren Verbandsarbeit des Verbandes deutscher Mennonitengemeinden. Doch es gibt dazu eine beachtliche Vorgeschichte.

Vor 20 Jahren mussten wir als Gemeinde Heilbronn unsere zweckmäßige Barackenkirche, die wir nach dem Krieg von amerikanischen Gemeinden gestiftet bekommen hatten, aufgeben. Sie war auf gemietetem Boden erstellt worden. In Kochendorf konnten wir daraufhin ein älteres Schulhaus erwerben. In fleißiger Zusammenarbeit wurde es umgebaut und für die Bedürfnisse der Gemeinde eingerichtet. Mit Versammlungsraum, Nebenräumen für Kinder, Jugend und Kleingruppen und sogar einer Küche entsprach es ganz unseren Wünschen.

Doch noch waren wir Gemeinde Heilbronn und wie das Sprichwort sagt: Ein alter Baum lässt sich nicht leicht versetzen! So war es auch hier. Die Gemeinde zeigte deutliche Alterserscheinung. Sie war 1915 aus den verschiedenen Gemeinde-Treffpunkten Lobenbacher Hof, Lautenbach und Ittlingen hervorgegangen. Man traf sich über die Jahre an verschiedenen Versammlungsorten in Heilbronn. Dort gab es auch über lange Zeit das jährliche Erntedank- und Missionsfest sowie die Tagung der ÄPDV des Verbandes.

Doch wie bei einem älter gewordenen Baum, der durch ständiges Fruchttragen und Ausstreuen seines Samens, hier in Form von jungen Gliedern der Gemeinde, die auszogen, um andere Gemeinden und christliche Werke zu befruchten, geschah es, dass die Gemeinde alt und ausgezehrt wurde. Eben wie ein Baum, dem ganze Äste(Familien) absterben und der langsam kahl wird, weil die Triebe der Jugendkraft fehlen. So zeigte sich schon damals die Heilbronner Gemeinde.

Noch war der Mut und die Kraft da, um ein Neues zu suchen und zu beginnen. Wie eine junge Tochter-Pflanze sollte die Gemeinde in Bad Friedrichshall-Kochendorf entstehen. Äußerlich gute Voraussetzungen waren im neuem Gemeindehaus gegeben. „Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid. Ich will euch erquicken!“ So lautet das Geleitwort seit der Einweihung 1985. Doch der Boden, auf dem die junge Gemeindepflanze wachsen sollte, schien nicht so fruchtbar zu sein. Die Umwandlung von einer Gemeinde, deren Glieder überwiegend Landwirtsfamilien waren, die Pachthöfe der Umgegend bewirtschafteten, in eine zeitgemäße Ortsgemeinde ist nur sehr bedingt gelungen. Sie lebte bisher von ihrem biologischen Nachwuchs weiter.

Nun galt es, dass sich die Gemeinde aus der missionarischen Kraft des Evangeliums aufbauen und wachsen sollte. Jedoch blieb sie eine Familien- und Fahrgemeinde. Die Überwindung großer Entfernung zeigte sich hinderlich bis unüberwindbar. Unüberwindbar vor allem in der Jugendarbeit, die als Nachwuchsorgan überlebensnotwendig  für eine Gemeinde ist. Ebenso mühsam war das Knüpfen örtlicher Kontakte für uns Außenstehende. Selbst die Anstellung eines theologischen Mitarbeiters für diese Schwerpunkte konnte an dieser Hemmschwelle wenig ändern. So mühen sich wenige jüngere, aktive Gemeindeglieder darum, sowohl die schon geschrumpfte Zahl der Älteren nach Möglichkeit zu betreuen, als auch die Gruppe der Kinder und Jugendlichen in ihren Bedürfnissen abzuholen und mit dem Gemeindeleben vertraut zu machen.

Am 13. Dezember 1993 wurde die Gemeindeführung in Form von Ältesten, Predigern und Diakonen durch einen Leitungskreis abgelöst. Sowohl dieses Leitungsteam als auch die anderen Mitarbeiter und aktiven Gemeindeglieder sind sich bewusst, dass Bestehen und Gedeihen der Gemeinde nur mit Hilfe und in der Kraft des Heiligen Geistes Gottes gelingen kann.

Hans-Jörg Fellmann, Jahrgang 1930, Landwirt in Rente

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